Freitag, 13. April 2018

Ada trifft Gable Top

Die französische Näh-Bloggerszene/IGAccounts und Schnittmusterdesigner begeistern mich im Moment sehr. Die Schnittmuster sind schlicht aber häufig mit kleinen Besonderheiten. So auch der Rock "Ada" von Wear Lemonade.



Auf den ersten Blick ist "Ada" ein Rock mit Knopfleiste. Auf den zweiten fällt jedoch auf, dass die Taschen abstehen und der Gürtel in einer blattartigen Verbreiterung endet. Zudem ist der Rock vorne einige Zentimeter kürzer als hinten.

Quelle: ada_pdf_1.pdf

Super bequem ist der Rock durch den Gummibund, der in der hinteren Mitte eingefügt ist. Vermutlich kann man den Rock deswegen einfach über die Hüften ziehen, ohne die Knöpfe zu öffnen. Das habe ich allerdings noch nicht ausgetestet, da es mir Spaß macht Knopflöcher zu nähen, seitdem ich bzw. meine Nähmaschine das kann und nutze diese deswegen auch gerne.


So richtig schick finde ich den Gummizug hinten auch nicht wirklich, da das Mehr an Stoff Falten wirft. Bei einem zweiten Rock würde ich den Gummizug vermutlich durch Abnäher ersetzen.

Die Taschen stehen eigentlich noch ein klein wenig mehr, da sie auf die Vorderteile aufgesetzt werden. Ich habe sie jedoch in der Seitennaht mit eingefasst, so dass ein guter Zentimeter an Weite verloren geht. Abgesehen davon, dass ich die Taschen so harmonischer finde, macht auch das Nähen mehr Spaß, da es einfacher ist. Für die kleine Tasche auf der Rückseite habe ich sehr viele Nadeln benötigt damit sie letztendlich am richtigen Platz sitzt.


Aber immerhin hat sich diese Steckerei gelohnt:


Das Schnittmuster "Ada" kann man bei Wear Lemonade als Papierschnitt bestellen. Leider sind die Schnitte recht teuer und auch die Versandkosten aus Frankreich verhältnismäßig hoch. Alternativ kann man im Pattern Corner die "Netflix de la couture" abschließen, eine Art Abonnement für mindestens drei Monate a 7,90€ durch das man Zugriff auf sämtliche Wear Lemonade Schnittmuster in pdf Form erhält. Leider muss man diese dann anschließend zuhause audrucken und zusammenkleben, da sie nicht im A0 Format angeboten werden. Neben den Schnittmustern bietete Wear Lemonade auch fertige Kleidung an.

Zum Rock trage ich ein T-Shirt nach dem Schnittmuster "Gable Top" von Jennifer Lauren aus einem Sommersweat. Ich mag das Schnittmuster sehr und habe beim letzten Me Made Mittwoch ein Shirt nach dem Schnitt in schwarz zu meiner roten Hosen getragen. Dieses rosa Shirt war das erste, welches ich ohne Anpassungen genäht habe.


Quelle: The_Gable_Top_by_Jennifer_Lauren_INSTRUCTIONS.pdf
Bisher habe ich nur die langärmelige "View 2" Version genäht. Im Sommer kommen bestimmt noch einige Shirts mit kurzen Ärmeln hinzu.

Damit der Ausschnitt beim Nähen nicht ausleiert ist etwas Geduld und ein Zickzackstich gefordert. Einfacher geht es mit einer Coverlock. Ansonsten ist das Shirt schnell genäht.

Wie tief der Ausschnitt wird hängt davon ab, wie weit man den Stoff nach innen legt. Bei mir waren es in der Mitte fast vier Zentimeter, die ich hinterher zum größten Teil abgeschnitten habe. Das finde ich etwas seltsam. Beim schwarzen Shirt habe ich noch etwas mehr weggenommen damit der Stoff nicht am Hals drückt.


Das Gable Top gibt es als pdf zum Download bei Jennifer Lauren.

Ich bin mir relativ sicher, dass es hier in nächster Zeit häufiger französische Schnittmuster zu sehen gibt.

Allen LeserInnen wünsche ich ein schönes Wochenende!

Nina

Montag, 9. April 2018

Frau Karla trifft Astrid

Heute nun der letzte Teil meiner kleinen "Named" Serie. Zwar habe ich noch die Tyyni Cigarette Trousers zugeschnitten, das aber bereits seit mindestens sechs Monaten und ich verspüre keine Lust, sie zu nähen, obwohl ein erstes Modell, das ich jedoch nie verbloggt habe, eigentlich ganz vielversprechend war. Deutlich weiter bin ich mit dem Rock "Rene" aus schwarzem Wollstoff. Er ist bis auf den Reißverschluss, mit dem ich nicht zufrieden war, im Grunde fertig, hängt aber seit mindestens drei Monaten auf einem Bügel und wartet ebenfalls auf seine Fertigstellung.

Deswegen nun zunächst: "Named, die Letzte".

Genäht habe ich die "Astrid Wrap Pants" bereits zum zweiten Mal. Meine erste trage ich nicht häufig aber gerne und etwa fünf Mal im Jahr darf sie meinen Kleiderschrank verlassen. Der helle Stoff hält mich davon ab, sie öfter anzuziehen, so dass ich die Hose nun aus dunkelblauem, dünnen Wollstoff genäht habe, weil mir ihr Stil sehr gut gefällt.


Das Besondere an der Hose ist, neben den weiten Beinen, dass sie gewickelt wird und keinen weiteren Verschluss besitzt. Nähen kann man die "Astrid Wrap Pants" als lange oder kurze Hose. Da ich keine kurzen Hosen trage, wird es diese hier leider nicht zu sehen geben. Ich würde mich aber sehr freuen, diese bei anderen zu sehen, weil der Schnitt sehr schön ist und definitiv mehr Beachtung verdient.


Im Internet findet man manchmal Bilder, bei denen der gewickelte Teil der Hose unschön absteht. Wenn man sie fest schnürt, ist dies jedoch selbst im Sitzen eigentlich kein Problem. Wenn mir ein "Aufsperren" an meiner hellen Hose aufgefallen wäre, hätte ich keine zweite genäht.

Quelle: 079_01_Astrid_Instructions.pdf.

Damit das Band nicht verrutscht sind die Gürtelschlaufen allerdings dringend notwendig. 


Die beiden sich überlappenden Vorderteile der Hose sind (spiegelverkehrt) gleich geschnitten. Das rechte Vorderteil hat ein etwas kürzeres Wickelband und wird an der linken Seite durch eine kleine Öffnung gezogen.

Auf den Fotos sieht man ganz gut, dass ich das Nähen von Abnähern in empfindlichen Stoffen noch etwas üben sollte. In einem Nähkurs stockte der Lehrerin beinahe der Atem als sie mir beim Nähen von Abnähern zusah. So schlimm finde ich sie dann aber doch nicht... Und die allermeisten Stoffe verzeihen mir mein Verriegeln am Ende, so dass die Abnäher trotzdem "sanft auslaufen". OK, dieser feine "Anzugstoff" ist allerdings etwas zickig...


Zur Hose trage ich "Frau Karla" von Fritzi Schnittreif. Dabei handelt es sich um ein weit geschnittenes Shirt mit 3/4 Arm, überschnittenen Schultern und U-Bootausschnitt, das sehr schnell genäht ist. Im Internet findet man über die Bildersuche unzählige ansprechende "Karlas". Dabei scheint es sich einfach um einen sehr gelungenen Schnitt zu handeln. Ohne Coverlock würde ich ein schmales Bündchen in den Ausschnitt nähen. Dank derselben habe ich den Stoff einfach nach innen gelegt und festgesteppt. Mir gefällt diese Art des Ausschnitts bisher am besten.

Der Spaß am Nähen von Shirts hält an. Ich bin total begeistert aber auch erstaunt, dass ich an ihnen tatsächlich meinen kleinen Perfektionismus ausleben kann, denn eigentlich handelt es sich ja nur um ein Rücken-, ein Vorderteil und Ärmel. Trotzdem unterscheiden sich die verschiedenen Schnittmuster, die ich bisher ausprobiert habe, tatsächlich und ich bin immer noch auf der Suche nach dem perfekten Schnitt.


Alle Schnittmuster von Named, die ich in den letzten drei Wochen hier gezeigt habe, sind wirklich empfehlenswert und von mir nicht ohne Grund zum wiederholten Male verwendet worden.

Genäht habe ich die Kleidungsstücke alle im Februar oder März. Die Monate waren anstrengend und ich habe das Nähen bekannter Schnittmuster mit garantiertem Erfolg als sehr entspannend empfunden. Mit dem Steigen der Temperaturen, habe ich nun Lust auf Neues und das Gefühl, dass die reine Kleiderzeit zu Ende ist. Die rote Hose beim letzten Me Made Mittwoch war sicherlich nur ein Anfang. Ich bin gespannt.

Allen LeserInnen eine schöne Woche!
Nina

Donnerstag, 5. April 2018

Jil Sander in Frankfurt

Als ich vor einigen Monaten las, dass es in Frankfurt eine große Jil Sander Ausstellung im Museum für Angewandete Kunst geben wird, markierte ich mir den Termin dick im Kalender. Ich mag die klaren Linien und reduzierten Designelemente der Kollektionen. Bei Monika bekam man vor zwei Wochen dann einen kleinen Einblick in die Ausstellung, der meine Neugier steigerte. Von Karlsruhe sind es bis Frankfurt knapp 150km, es ist also nicht wirklich weit. 

Gestern war ich nun dort und bin froh nicht extra nach Frankfurt gefahren zu sein, sondern auf dem Rückweg von Bielefeld die Autobahn kurz verlassen zu haben, um ins Museum zu gehen, denn diese beiden Bilder stehen für mich für die Ausstellung durchaus stellvertretend:



Denn in den Ausstellungräumen ist man vor allem von Leere, Fotos und Wandprojektionen umgeben. Die einzelnen Ausstellungsstücke haben viel Raum, oder sind auch mal hinter einer Wand halb verborgen. Optisch gefällt mir das sehr gut. Nur informativ fand ich die Ausstellung leider nicht.

Die nun folgenden Exponate sieht man zum großen Teil auch bei Monika, weil es kaum mehr Ausstellungsstücke gibt.






 An der linken Seite sind Schuhe und Taschen ausgestellt, am Ende einige Turnschuhe.



Gefolgt von Modefotos, die man entweder im Dunkeln, unbeleuchtet, im Miniformat an der Wand bewundern kann oder als Wandprojektion im Nebenraum.


Ich bin froh, nicht extra 150km gefahren zu sein, denn ich wäre vermutlich ein wenig enttäuscht gewesen. Wer in der Nähe ist und 12 Euro bezahlen möchte, sollte sich die Ausstellung ansehen.


Und ggf den Ausstellungskatalog kaufen, da man dort sicherlich mehr Details sehen kann als in der Ausstellung selber.

Mittwoch, 4. April 2018

Frühling - ROTE Hose!

Der Post ist zunächst auf dem Me Made Mittwoch Blog erschienen!

Herzlich willkommen zum ersten Frühlings-Me-Made-Mittwoch 2018! Ich bin Nina vom Blog "kleidermanie" und begrüße euch heute ganz herzlich.

Kennt ihr das auch? Kaum steigen die Temperaturen in den letzten Wintermonaten über 10 Grad Celsius, habe ich das ganz dringende Bedürfnis nach einer roten Hosen. Und zwar eine Hose, kein Rock, kein Kleid, kein Shirt, oder was auch immer, sondern Jahr um Jahr sehne ich mich nach einer roten Hosen.

In diesem Jahr fiel mir zunächst die Hose "Harper" aus der aktuellen La Maison Victor (März April 2018) auf - für mich ein Grund, die Zeitschrift zu kaufen - und als es dann Anfang März mal kurz warm war, keimte auch zuverlässig der Wunsch nach einer roten Hose wieder auf. Da uns die frühlingshaften Temperaturen dann aber sehr schnell wieder verließen und die sibirische Kälte zurückkam, verfiel der Wunsch in eine kurze Winterruhe. Als sich der Frühling wieder abzeichnete und ich letzte Woche Zeit hatte, konnte mich jedoch nichts mehr vom Nähen einer roten Hose abhalten.


Harper finde ich spannend, weil die Hose einen hohen Bund hat, der nicht mit einem Beleg, sondern mit dem in Falten gelegten abstehenden Hosen"beleg" in Form gehalten wird. Die Hose erhält dadurch eine ganz besondere, verspielte Form, die durch den Gürtel, der in einer Schleife gebunden wird, noch betont wird.

La Maison Victor beschreibt die Hose mit anderen Worten: "Hast du schon einmal von "Paperbag Waist Pants" gehört? Oder anders gesagt von Hosen mit einer "Papierbeuteltaille? Es ist das neueste und heißeste Hosenmodell in der Modelwelt. Der Schnitt mit der schmalen Taille und Gürtel ist äußerst vorteilhaft und sehr bequem." Wie kann frau dem Hosenschnitt noch widerstehen, wenn sie das gelesen hat?


Abgesehen vom Einnähen des Reißverschlusses ist so eine Hose schnell genäht. Da ich vor fast zwei Jahren einen Hosenkonstruktionskurs - der für mich leider ohne befriedigendes Hosen-Ergebnis endete - besucht habe, habe ich gelernt, wie man einen Reißverschluss einnäht. Die Anleitung von La Maison Victor mag einfach und schlüssig sein, ich habe sie jedoch ignoriert, da ich vor zwei Jahren, nach dem Kurs, einen Blogpost zum Einnähen eines Reißverschlusses geschrieben habe, den ich nutze, wenn ich ihn brauche.


Die zweite Schwierigkeit ist die Passform. Und das ist für mich das eigentliche Problem. So eine Hose sitzt nämlich nicht immer und ich finde ein Kleid erheblich einfacher anzupassen als eine Hose. Harper habe ich nur genäht, weil ich die Schnittteile zuvor mit denen der "Ruri Sweatpants" von Named - ich habe mehrere Hosen nach dem Schnitt unter anderem aus Viskosegabardine, die passen - und mit dem Ergenbis des Hosenkonstruktionskurses verglichen habe und zu dem Schluss kam, dass Harper passen kann.

Die Schnittteile von Ruri und Harper ähnelten sich sehr. Meine hintere Hose vom Schnittkonstruktionskurs wich hingegen ab. Die Schrittlänge war ca zwei bis drei Zentimeter länger als bei den anderen beiden Hosen. Der Unterschied sah gewaltig aus. Vielleicht zieht sich "Harper" deswegen leicht in die Poporitze. Aber zwei bis drei Zentimeter fehlen da nicht. Ich  werde jedoch eine weitere Hose nähen und den Schritt etwas verlängern. Ich bin gespannt, wie sich die Hose dann verändert.


Man sollte übrigens nicht vergessen, die Nahtzugabe des versäuberten Randes des Bundes nach unten zu bügeln - das habe ich noch gemacht - und anschließend auf der Hose in der Ansatznaht zu steppen, denn diese kleine unscheinbare Naht lässt den Bund stehen. Bei mir klappt er immer wieder etwas nach unten, weil ich das Absteppen vergessen habe, bzw. dachte, dass die Naht überflüssig ist, weil sich mir während des Nähens der Sinn nicht erschloss. Nun kenne ich ihn und sollte sie nachholen...

An der Hose gefallen mir auch die tiefen Taschen.


Das Absteppen von Teilen nervt mich manchmal ein wenig. Zwar handelt es sich dabei um eine wichtige Naht damit Belege oder Taschen nicht nach außen krabbeln und sich schön nach innen legen, dennoch ist das ein etwas langweiliger Arbeitsschritt. Bei Harper habe ich die Taschenbeutel deswegen mit einem Zierstich abgesteppt, was auch funktioniert aber niemand sieht.


Die von mir verwendete Gabardine (390gr/lfm, 62% Polyester, 32% Viscose, 6%Spandex, 140cm breit) mit Spandex vom Roten Faden dehnt sich leider über den Tag etwas zu viel. Ein etwas formstabileres Material wäre bestimmt noch besser geeignet. Die Hose sitzt abends noch ok aber wirklich empfehlen kann ich das Material dafür nicht.

Zur Hose trage ich ein Shirt aus Baumwolljersey, der ebenfalls vom Roten Faden stammt, nach dem Schnittmuster "Gable Top" von Jennifer Lauren. Da ich im letzten Jahr vermehrt Hosen genäht habe, brauche ich nun Oberteile und bin seitdem auf der Suche bzw. überlege, was mir gefällt. Denn da ich jahrelang nur Kleider getragen getragen habe, habe ich mich mit dem Thema "Oberteil" kaum beschäftigt und auch mein Schrank hat dazu nicht sonderlich viel zu bieten. Das Gable Top ist nun ein Anfang. Zur Hose würde mir aber auch eine weitere Bluse gefallen.


Das Gable Top ist schnell genäht. Problematisch ist der Ausschnitt, da man quer zum Fadenlauf nähen muss. Ohne verstellbaren Nähfußdruck, Zickzackstich oder besser: Coverlock, ist das kaum möglich, da der Ausschnitt dabei ausleiert. Mit meiner neuen Coverlock war er zum Glück kein Problem. Im Moment ärgert sie mich allerdings, da sie Stiche auslässt aber ich vermute, dass es an der Qualität des Garns liegt, das meine Nähmaschine schon nicht auf eine Unterspule aufspulen wollte.

Mein Shirt habe ich bis auf einen fingerbreit unter der Taille gekürzt. Auf dem Foto oben sieht man, was ich vom eigentlichen Shirt abgeschnitten habe.


Um morgens nicht lange überlegen zu müssen, was vorne und hinten am Shirt ist, habe ich am hinteren Halsausschnitt eine kleine Schlaufe eingenäht.

In Hose und Top fühle ich mich ausgesprochen wohl und werde ähnliches in Zukunft wohl häufiger nähen.


Jetzt freue ich mich auf eure Nähergebnisse und will mit euch den Frühling begrüßen!

Der nächste Me Made Mittwoch ist am 2. Mai 2018.

Sonntag, 1. April 2018

Oh Wunder: Agate2!

Normalerweise ist es relativ egal, was ich bei der Arbeit trage aber Ende März wiederholen sich alljährlich zwei Tage, an denen etwas schickere Kleidung angemessen ist. In diesem Jahr fiel mir meine Entscheidung nicht schwer. Denn zum Einen wollte ich unbedingt mein schwarzes Woll-Hemdblusenkleid tragen und zum Anderen eine zweite Agate aus einem schwarzen, stretchigen Wollstoff mit kleinen Punkten. "Agate"? Nach meinen schlechten Erfahrungen zu Beginn des Jahres? JA!


Vor einigen Wochen zeigte ich hier mein erstes Kleid nach dem Schnittmuster "Agate" von Named Patterns und war äußerst unzufrieden, da der Rücken sehr seltsam aussah. Ich nahm das Kleid deswegen Anfang Januar mit zur AnNäherung nach Bielefeld, um mir beim Anpassen helfen zu lassen. Doch das war seltsamerweise nicht nötig. Das Kleid saß perfekt. Kein abstehender Rücken, keine seltsamen Falten, nicht zu viel Stoff und das obwohl ich mich darin bewegt habe. Für  meine Fotos zu Beginn des Jahres scheine ich mich äußerst merkwürdig verrenkt zu haben, dass diese seltsamen Rückenansichten entstanden sind.

Zudem sah ich Sybille in einer schwarzen Agate und auch Mema sah in ihrem Kleid phantastisch aus - neben ganz vielen anderen, die ich gesehen habe - , so dass ich beschloss, dieses für einen der beiden wichtigen Tage zu nähen.


Dies Kleid ist kürzer als mein erstes, das ich aber mittlerweile auch auf knielänge abgeschnitten habe. Die wadenlangen Kleider gefallen mir einfach nicht an mir. Ansonsten habe ich absolut nichts geändert und das Kleid sitzt - bis vielleicht auf einen Zentimeter im Rücken, der zu viel ist - perfekt.


Besonders gut gefallen mir die eingesetzten Seitenteile, die den ein oder anderen Abnäher ersparen und sich zudem anbieten mit verschiedenen Stoffen zu spielen. Darauf habe ich bisher verzichtet, kann mir aber eine knallige Version aus rot und pink für den Sommer sehr gut vorstellen.


 Toll sind auch die Fledermausärmel und der u-bootartige Ausschnitt.


Leider ist mein Stoff nicht so richtig Bildschirm geeignet. So kirre wie hier, wird man beim Blick auf das Kleid nicht. Die Punkte sind deutlich zu erkennen und das Muster flimmert nicht. 

Das Kleid ist extrem bequem und trägt sich sehr angenehm. Aufgrund des Stretchanteils konnte ich sogar auf einen Reißverschluss verzichten.


Zum Kleid gehört ein kleiner Gürtel, den ich zwar noch zugeschnitten aber nicht genäht habe, da mir das Kleid ohne besser gefällt und dadurch auch bequem bleibt.

Ich kann das Schnittmuster nach meinem anfänglichen Zweifeln uneingeschränkt empfehlen. Würde aber, obwohl das Kleid, wenn man sich an die Maßtabelle hält ausreichend Weite mitbringt, immer einen leicht dehnbaren Stoff verwenden.


 Allen LeserInnen wünsche ich schöne Ostertage.

Und.
Nicht
Vergessen!