Freitag, 24. Februar 2017

Mode im ... März 1973

"Eine Mode, die jung und schön macht" - aha, so einfach ist das!









Mittwoch, 15. Februar 2017

Mein treuer Begleiter durch den Winter

Bei einem eintägigen (!) Nähtreffen in der Nähe von Freiburg habe ich diesen Mantel an einem Samstag im Dezember fast fertig genäht. Als ich nach Hause kam, musste ich nur noch Säumen und das Futter von Hand an den Saum nähen. Ich war selbst ein wenig überrascht, wie schnell und unkompliziert der Mantel zu nähen ist. Seitdem habe ich ihn fast täglich getragen.


Sicherlich war ich unter anderem so schnell, weil ich nach dem selben Schnittmuster (Mantelliebe) bereits vor einem Jahr einen Mantel genäht habe. Es handelt sich um den Wickelmantel 118 aus der Burda Style vom Januar 2016. Allerdings besitzt er weder Knöpfe noch einen Reißverschluss, so dass er sich auch beim ersten Mal innerhalb weniger Stunden nähen lässt.


Der Mantel bleibt alleine wegen des breiten Gürtels geschlossen. Das Schnittmuster sieht für ihn keine Befestigung vor. Da ich dazu neige, den Gürtel zu verlieren oder ihn beim An- und Ausziehen fallen zu lassen, habe ich bei diesem Mantel Gürtelschlaufen an der Seitennaht ergänzt.
Die etwas merkwürdige Faltenlegung auf der Schulter habe ich diesmal weggelassen. Sie ist nur für einen dünnen Stoff geeignet. Dieser ist definitiv zu dick dafür. 


Der Stoff stammt vom Tandem Fabrikverkauf in Bühl. Mein Waffle Patterns Mantel "Bamboo" ist aus dem gleichen Stoff. Nur die Farben unterscheiden sich. Bamboo habe ich im Vergleich zu diesem Mantel kaum getragen, weil er nicht zu meiner Garderobe passt. Er ist zu kurz und sieht zu einem knielangen Kleid etwas merkwürdig aus. Zudem musste ich den Schlitz hinten zunähen, weil er immer aufklaffte. Möglicherweise hätte ich den Mantel eine Nummer größer nähen sollen.


Wenn ich nicht gerade mit dem Fahrrad gefahren bin, sah ich in diesem Winter häufig so aus und habe mich sehr wohl gefühlt. Beim ersten Versuch, den Mantel auf dem Fahrrad zu tragen, musste ich leider feststellen, dass er aufklafft und überhaupt nicht mehr warm hält. Zum Glück hatte ich ausreichend andere Gelegenheiten, ihn zu tragen.


Den ersten richtigen Einsatz hatte der Mantel in Berlin, wo er mich wunderbar warm hielt. 


Dazu trage ich ein Tuch nach "Dotted Rays" von Stephen West und die Mütze "Skelter" von Woolly Warmhead.


Beim Me Made Mittwoch verabschiedet sich heute Constanze, die dem Team sehr lange angehört hat und vor allem bei technischen Problemen häufig weitergeholfen. Wir werden sie vermissen!

Sonntag, 12. Februar 2017

Wooly Warm Hat

In diesem langen Winter gehörten die Mütze nach "Skelter" von Woolly Warmhead und ein Tuch nach Stephen West "Dotted Rays" zu meinen treuesten Begleitern.


Gestrickt habe ich sie bereits vor Weihnachten und das Tuch seitdem fast jeden Tag getragen. Es war mein zweiter Versuch, einen Schal nach der Anleitung "Dotted Rays" zu stricken. Einfarbig fand ich das Tuch bzw. den Schal langweilig. Mit den hellen Streifen gefällt es mir ausgesprochen gut und ich habe gestern tatsächlich ein zweites begonnen.


Die Mütze "Skelter" sah ich bei Instagram und verliebte mich umgehend. Das ist um so überraschender, da ich normalerweise keine Mützen trage. Erst wenn die Temperaturen unter 0 Grad Celsius sinken und ein eisiger Wind weht, setze ich sie auf. Zu meiner großen Freude war die Mütze fertig als auch ich es nicht mehr ohne aushielt. Dieser Winter bot einige Gelegenheiten, sie auszuführen.


Woolly Warmhead entwirft ausschließlich Kopfbedeckungen ("My name is Woolly Wormhead and I am a Hat architect."). Ein Blick auf ihre Homepage lohnt sehr, da sich dort neben "Skelter" noch einige andere schöne Mützen finden lassen.


Vor Weihnachten war ich in Berlin und wollte die Mütze überhaupt nicht mehr ablegen. Es war so kalt. Dort musste ich aber auch feststellen, dass die Mütze etwas größer sein könnte damit ich sie tiefer in die Stirn ziehen kann. Bei dem eisigen Wind hätte ich sie mir zudem aus dickerer Wolle gewünscht. Ich muss also für den nächsten Winter dringend eine weitere stricken. Diese ist aus allerweichstem Alpaka  (Misti Alpaca. Best of Nature. Worsted).


Allen LeserInnen wünsche ich einen schönen Sonntag und einen guten Start in die neue Woche!

Mittwoch, 8. Februar 2017

Aus der aktuellen Burda - ein Kleid

update, 08.02.2017, 16:46 Die Burda vom März habe ich heute im Regal liegen sehen. Damit ist die vom Februar, aus der das Kleid ist, nicht mehr die aktuelle.

Die letzten Burda Style Ausgaben gefielen mir nicht. Die Schnitte waren langweilig und zugleich enthielten die Hefte eine recht geringe Zahl an Schnittmustern. Auch die Februar Ausgabe (Burda Style 2/2017, Modell 114) ist nicht wirklich besser aber Modell 114 gefällt mir, so dass ich die Zeitung kaufte.


Nachdem ich den Schnitt kopiert hatte, fragte ich mich allerdings, ob ich ihn wirklich gebraucht hätte, da ich vor zwei Jahren ein Kleid genäht habe, das diesem hier sehr ähnlich sieht. Vogue 8789 hat einen etwas kleineren vorderen Ausschnitt. Aber ansonsten kann ich kaum einen Unterschied erkennen.

Das Burda-Kleid erfordert jedoch erheblich mehr Anpassungen. So sitzen zum Beispiel die Abnäher für meine Figur zu weit außen. Sie ließen sich zudem aufgrund des bügelunwilligen Stoffes (und meiner Nähfähigkeiten) leider nicht richtig ausbügeln.


Das Vogue-Kleid saß besser. Wenn die Belege beim Vogue-Schnittmuster nicht mit angeschnitten wären, hätte ich den Burda-Schnitt zur Seite gelegt und auf Bewährtes zurückgegriffen.


Da ich das Kleid füttern wollte und bezüglich der angeschnittenen Belege einen Knoten im Kopf hatte, verwendete ich den Burda-Schnitt.

Bei dem Schnittmuster von Burda musste ich das Oberteil - wie so häufig - verlängern und die Schultern an den äußeren Seiten um ca zwei (!) Zentimeter nach unten versetzen. Trotzdem ist der Armausschnitt für meinen Geschmack etwas tief. Auf dem ersten Bild kann man das gut erkennen. Eigentlich hätte ich auch noch die Abnäher in die Mitte verlegen müssen, aber am Ende keine Lust mehr dazu.


Als Rock verwendete ich wieder McCall 7081, damit sparte ich mir das erneute Zuschneiden eines Tellerrocks.


Da mir der Stil des Kleids gefällt, kann ich mir ein weiteres in der Art durchaus vorstellen. Allerdings ist die feste, schwere Gabardine meines Erachtens nicht geeignet. Ich würde also einen einfachen Baumwollstoff verwendet und vermutlich auch den Vogue-Schnitt, da er weniger Anpassungen erfordert.


Obwohl ich das Kleid aus einem recht festen Viskose Gabardine genäht habe, ist es, so wie oben gezeigt, im Moment noch nicht tragbar. Bis es wärmer wird, trage ich es deswegen mit Stiefeln und wärmender Strickjacke.

noch ungesäumt und anderer Gürtelschnalle

Beim Me Made Mittwoch verabschiedet sich heute Meike, die mit ihrem Schnittmusterkiosk und ihrer neuen Selbständigkeit ständig in Gewissenskonflikte mit dem bewusst werbefreien (wir versuchen es zumindest) Me Made Mittwoch gerät und das Team deswegen verlässt. Ich danke ihr für die Zusammenarbeit und wünsche alles Gute!

Mittwoch, 1. Februar 2017

Ich konnte nicht widerstehen...

... ein zweites Kleid nach meinem Patternhack aus dem Rollkragenshirt Paola von Named Patterns und dem Rock des Kleids "Aldaia" von Pauline Alice zu nähen. Das schwarze Kleid ist so unkompliziert zu kombinieren, dass ich noch ein weiteres, diesmal in Grau, nähte.


Insgesamt scheint das Kleid etwas weiter als das schwarze zu sein und auch die Schultern sind nun etwas überhängend. Mir gefällt es aber und es ist einfach unglaublich bequem.


Die Anpassungen, die notwendig waren, um die beiden Schnittmuster kombinieren zu können, sind die selben wie beim schwarzen Überraschungsweihnachtskleid. 

Die technischen Zeichnungen zeigen, dass Paola deutlich über die Taille hinaus geht. Um das Shirt auf Taillenlänge zu kürzen, habe ich das Oberteil vom Kleid Dakota (Named Patterns) auf den Schnitt gelegt und die untere Seite vom Schnittmuster einfach weggeklappt. Sicherlich könnte man die Länge auch ausmessen. Der Vergleich mit einem anderen Schnittteil war jedoch schneller und unkomplizierter.


Im Rücken habe ich zwei Abnäher im Shirt ergänzt, da es ansonsten zu weit gewesen wäre. Dazu habe ich das Stoffrückenteil an den Rock gelegt und die Position der Abnäher bestimmt damit diese mit den Abnähern im Rock übereinstimmen.


Der Stoff stammt wieder vom Fabrikverkauf von Tandem in Bühl. Obwohl er von außen fast ein bisschen kratzig ist, besitzt er eine sehr kuschelige Innenseite, so dass sich das Kleid sehr angenehm trägt.

Entstanden ist wieder ein Kleid, das ich bereits getragen habe und sicherlich noch sehr häufig tragen werde. Ich kann jedem empfehlen, Schnittmuster untereinander zu mixen. Besonders einfach ist dies, wenn die Oberteile an der selben Stelle enden. Dann lassen sich ohne große Anpassungen - möglicherweise abgesehen von de Abnähern - die unterschiedlichsten Oberteile mit verschiedenen Röcken kombinieren, so dass immer wieder unterschiedliche Kleider entstehen.

Beim Me Made Mittwoch verabschiedet sich heute Karin, die das Me Made Mittwoch Team zu meinem großen Bedauern verlässt. Ich werde sie im Team vermissen. Sie wird weiterhin auf ihrem eigenen Blog, für den sie nun mehr Zeit hat, von ihren Erlebnissen rund ums Nähen berichten und ich hoffe, sie auch im echten Leben weiterhin ab und zu sehen zu können.